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Leitbild

Deus caritas est – Gott ist die Liebe

Leitbild der katholischen Kindertagesstätten in Lübeck

Unsere Kindertagesstätten nehmen sowohl einen kirchlichen als auch einen staatlichen Auftrag wahr und sind gebunden an das SGB VIII und das Kindertagesstättengesetz Schleswig – Holsteins, das allen Einrichtungen einen eigenen Erziehungs-, Betreuungs-, und Bildungsauftrag erteilt.

Unsere Arbeit beruht auf den Grundlagen der christlichen Soziallehre.


1. Personalitätsprinzip

Wir respektieren jeden Menschen so wie er ist.


2. Subsidiaritätsprinzip
Wir bieten den Menschen in unseren Häusern im Rahmen unserer Möglichkeiten so viel Hilfe und Unterstützung an, wie sie brauchen, um selbst tätig werden zu können.


3. Solidaritätsprinzip
Wir erleben in der Gemeinschaft Rückhalt, Ermutigung, Bestärkung und Weiterentwicklung.

Als Verantwortliche in den vier katholischen Kindertagesstätten in Lübeck stärken wir aus unserer christlichen Grundüberzeugung heraus Kinder in ihrer Persönlichkeit und unterstützen sie dabei sich eigenaktiv und verantwortlich den Anforderungen des Lebens zu stellen.

Wertschätzung und Atmosphäre
Herzlich willkommen bei uns sind alle kleinen und großen Leute. Wir achten jeden Menschen und begegnen ihm mit Wertschätzung, denn der Mensch ist in seiner Einzigartigkeit von Gott gewollt. Diese christliche Wertschätzung bringen wir im Alltag durch Offenheit und Interesse füreinander  und einen respektvollen Umgang miteinander zum Ausdruck. Freundlichkeit und Lebendigkeit prägen die Atmosphäre in unseren Einrichtungen.

Christliche Orientierung
Als Verantwortliche in katholischen Kindertagesstätten nehmen wir Teil am seelsorgerischen Auftrag der Kirche. Wir sind und leben in unseren Kindertagesstätten christliche Gemeinschaft. Einer unserer Schwerpunkte ist die Vermittlung von christlichen Werten. Den Kindern wird Raum zur kindgemäßen religiösen Entfaltung gegeben, damit in der Gemeinschaft spirituelle Erfahrungen ermöglicht  und erlebbar werden. Wir respektieren dabei individuelle und kulturelle Unterschiede. In unseren Kindertageseinrichtungen sind Christen und Nicht – Christen willkommen. Wir begegnen einander mit Toleranz und Achtsamkeit. Die Zusammenarbeit mit den katholischen Kirchengemeinden ist uns dabei ein besonderes Anliegen.

Bildungsverständnis
Im Wortstamm von „Bildung“ befindet sich das Wort „Bild“. Bildung meint somit nichts anderes als sich ein „Bild von der Welt“ zu machen. Von Geburt an setzen sich Kinder aktiv und neugierig mit der Welt auseinander und entwickeln nach und nach ein Verständnis von Zusammenhängen indem sie, ähnlich wie bei einem Puzzle, ihre vielfältigen Eindrücke und Erkenntnisse aneinander fügen. Mit fortlaufendem Alter erweitern, differenzieren und erneuern sie
ihr Bild von der Welt. Bildung beinhaltet nicht nur die sachliche Seite der Wissensaneignung, sondern auch die Persönlichkeits- und Gefühlsbildung, die Identitätsentwicklung und die Entwicklung sozialer Kompetenz.

Unsere pädagogische Grundhaltung
Wir verstehen uns als Begleiterinnen, deren Aufgabe es ist eine Umgebung zu schaffen, die die Kinder zur Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt anregt. Wir geben den Kindern Raum und Zeit und sorgen für verschiedenste Entfaltungsmöglichkeiten, damit diese sich die  Welt erschließen und verstehen können.

Bindung
Als verlässliche Basis für ihre Entwicklung und Bildung brauchen Kinder sichere Bindungen, die sie zunächst in der Familie, mit Eintritt in den Kindergarten auch in anderen Kindern sowie Erzieherinnen und Erziehern finden. Sichere Beziehungen sind Vorraussetzung für menschliches und vor allem kindliches Wachsen. Wir geben den Kindern Zuwendung, Geborgenheit und Anerkennung. So gewinnen sie Sicherheit als Grundlage für selbstständiges Handeln und Selbstbestimmung.

Lebendigkeit
Wir schätzen jedes einzelne Kind als eigenständige Persönlichkeit. Kinder forschen und lernen mit allen Sinnen und benötigen dafür vielfältige Möglichkeiten, um sich spielerisch und schöpferisch mit ihrem Lebensumfeld auseinanderzusetzen. Kinder machen zu häufig die Erfahrung, dass für sie gedacht, geplant und entschieden wird. Wir ermutigen Kinder dazu, ihre Meinung zu sagen, Initiative und Verantwortung zu übernehmen und ihre Rechte und Beachtung einzufordern.

Zusammenarbeit mit Eltern
Uns ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit von Familien und Erzieherinnen zum Wohle des Kindes wichtig. Unser Umgang mit den Eltern ist von Wertschätzung, Akzeptanz und Verständnis geprägt. Um das Kind in seiner Entwicklung bestmöglich unterstützen zu können, ist ein gegenseitiges, die unterschiedlichen Erfahrungen und Fachlichkeiten respektierendes Miteinander notwendig. Wir wünschen uns unsere Einrichtungen als Orte der Begegnung
für Mütter und Väter.

Kooperation mit anderen
Wir verstehen Erziehung, Betreuung und Bildung nicht als Sache einer Institution, sondern als eine gemeinsame Aufgabe.  Familie und Kindertagesstätte arbeiten mit Schulen, Gemeinden und bei Bedarf mit Therapeuten, Fördereinrichtungen, Ämtern, etc. zusammen. Kooperation verlangt von allen Beteiligten die Bereitschaft, eigene Kenntnisse und  Möglichkeiten einzubringen, aber auch Grenzen aufzuzeigen und sich auf Interessen und Sichtweisen der anderen Partner einzulassen.

Der regelmäßige Austausch mit Kolleginnen aus anderen Kindertagesstätten ermöglicht es uns, fachliche Kompetenzen zu erweitern, von gegenseitigen Erfahrungen zu profitieren und unsere tägliche Arbeit zu beleben.


Stand: 10.04.2014